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2011-05-08 06:44
Nachdem Sony die Nutzer per E-Mail über den Zugang einer unbefugten Person zu persönlichen Daten informiert hatte, wurden die betroffenen Dienste vorerst abgeschaltet und ein Experte zur Analyse eingeschaltet.
Wer hinter dem Diebstahl steckt, ist bisher unklar. Weltweit sind bei Playstation Network und Qriocity etwa 77 Millionen Nutzerkonten registriert. Davon 32 Millionen aus Europa. Die Nutzer spielen und/oder chatten über diese Netzwerke miteinander oder schauen sich Filme an.
Die Hacker haben sowohl Passwörter, als möglicherweise auch Listen der Käufe ausgespäht. Kreditkartendaten seien angeblich nicht betroffen, da diese woanders gespeichert werden. Eine Kontrolle des eigenen Bankkontos auf ungewöhnliche Abbuchungen wird von Experten jedoch trotzdessen angeraten.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar: "Dieser Daten-GAU zeigt, dass es immer ein Restrisiko gibt, wenn viele Daten gespeichert werden“. Er begrüßt es allerdings, "dass Sony mit den Informationen über das Daten-Leck an die Öffentlichkeit gegangen ist".
Konstantin von Notz hingegen kritisierte: "Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Sony das bekannt gibt. Mich treibt eher die Frage um, warum man eine Woche lang damit gewartet hat. Der leiseste Verdacht, dass mit Kreditkartendaten von Millionen Kunden Unfug getrieben wird, sollte hinreichen, um damit sofort an die Öffentlichkeit zu gehen."
Datenschützer und Politiker fordern nun wieder schärfere Gesetze. International tätige Unternehmen müssen bei Pannen auch in Deutschland belangt werden können.
„Die Bundesregierung sollte den Fall Sony zum Anlass nehmen, das deutsche Datenschutzrecht endlich auf die Höhe der Zeit zu bringen“, so Thilo Weichert, Leiter des Datenschutzzentrums Schleswig-Holstein.
Christian Lindner, FDP-Generalsekretär verlangt in diesem Zusammenhang zusätzlich auch mehr Transparenz über die Verwendung erhobenen Daten. Gleichzeitig empfiehlt er allen Bürgern vorsichtiger mit eigenen Daten umzugeben.
Auch kleinere „Datenschutz-Pannen“ können für ein Unternehmen rufschädigend sein und teuer werden. Damit Ihnen das nicht passiert, wenden Sie sich an uns. Wir beraten Sie gern und stellen Ihnen einen externen Datenschutzbeauftragten zur Verfügung.