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2012-02-04 08:26
Es scheint, als wolle Google wie Facebook werden. Entsprechend den vielen bisher einzelnen Diensten, aus denen Google bestand, gab es für jeden Service auch eine eigene Datenschutzerklärung. Nun sollen alle Daten zentralisiert werden.
Die bisher relative Unabhängigkeit der einzelnen Google-Dienste erschwerte das Zusammenstellen von Nutzerdaten. Aus Kundenrsicht sicher nicht unvorteilhaft. Künftig kann Google nun von Usern beispielsweise angeklickte Suchmaschineneingaben für sogenannte interessensbasierte Anzeigen kombiniert und schließlich noch teurer an die Werbewirtschaft verkauft werden. Google hingegen verweist in diesem Zusammenhang auf die optimierte Kombinierfähigkeit. So könne Google die Verwender des Google Calendar zum Beispiel aufgrund ihres Aufenthaltsortes warnen, dass sie zu einem Termin zu spät kommen.
Interessant sind die neuen Datenschutzbedingungen auch im Zusammenhang mit dem Google Mobilbetriebssystem Android. Wer Zugriff auf den Android-Softwareladen oder Chats und Mail haben möchte, braucht einen Google-Account. Neben Suchbegriffen darf Google hier auch Telefonnummern samt Anrufdatum speichern. Und auch kleine Datenkrümel wie Cookies die entweder den Browser oder gar den Google-Account selbst identifizieren können, dürfen gespeichert werden.
Die für den Datenschutz bei Google zuständige Managerin Alma Whitten äußert sich wie folgt zu den Veränderungen, die zum 1. März in Kraft treten: "Wir behandeln den Nutzer als ein- und dieselbe Person, auch wenn er verschiedene Google-Dienste verwendet. Das macht die Nutzung unserer Produkte noch unkomplizierter und intuitiver." Ebenso werden laut FAQ nicht mehr Daten über den User gesammelt als vorher.
Ablehnen lassen sich die neuen Google-Datenschutzbedingungen allerdings nicht, es sei denn man verwendet den Google-Account einfach nicht mehr.
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